879)
Massimo Concittadino aus Weltbürger schrieb am 14.August 2010 um 15:15 Uhr:
Betreff: Mega-Fliegplatz
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E-Mail: massimo.concittadino@gmx.de
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Lieber Marco Müller,
Es doch völlig unbestritten, dass die Fraport ein international erfolgreich agierende, auf Profit ausgerichteter Wirtschaftsbetrieb ist. Fraport ist sicherlich nicht als Teilorganisation von Greenpeace einzustufen.
Für falsch halte ich es aber, bei der Fraport zu vermuten, ihr zweiter Geschäftszweck sei die, mit größter Freude betriebene Vernichtung der Umwelt. So kommt das manchmal rüber.
Die Fraport erfüllt doch eine ganz wichtige Funktion in unserer Republik. Durch Bereitstellung von Start- und Landekapazitäten sichert sie die internationale Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes. Nicht nur die von Frankfurt, der Rhein-Main-Region, dem Land Hessen.
Das die Fraport Profitorientiert ist doch wunderbar. Wie groß wären die Proteste wenn der Flughafenbetreiben auch noch auf staatliche Alimentierung angewiesen wäre, wie so manch andere Einrichtungen der Öffentlichen Hand in unserem Land?
Wenn die Fraport nun um „Billigflieger“ wirbt, weshalb nicht. Jeder Investor zielt doch auf eine schnelle Kapitalverzinsung ab. Auch das halte ich für völlig normales wirtschaftliches Handeln. Was von der Naumer Investionspolitik nicht unbedingt behauptet werden kann. Hier scheinen mehr konsumtive Ausgaben die Richtlinien, soweit vorhanden, der Finanzpolitik zu bestimmen.
„Hessen ist nach dem BIP pro Kopf der wohlhabendste Flächenstaat Deutschlands, …. … Im Vergleich mit dem BIP der EU ausgedrückt in Kaufkraftstandards erreichte Hessen 2005 einen Index von 139,5 (EU-27:100; Deutschland: 115,2).“ ( aus Wikipedia) Und dass das so ist, ist mit großer Sicherheit u.a. dem Vorhandensein des Flughafens zu verdanken Und ich möchte dass es so bleibt.
Aber auch hier, die Fraport hat einen Plan, Ziele für die Zukunft. Und Naum?
Folgt man den Horrorszenarien so mancher Ausbaugegner, dann droht um den hessischen Groß- Fliegplatz eine entvölkerte Steppe. Jo…Nur eine belastbare Zahl dazu: Die Einwohnerzahl vom unmittelbaren Flughafenanrainer Mörfelden Walldorf ist in der Zeit vom 31.12.2000 – 31.12.2009 um 5,27% gestiegen. Nanu, wie das denn?
Ich mag auch keinen Lärm, außer Hardrock vielleicht. Habe auch keinen ummittelbaren wirtschaftlichen Vorteil vom Flughafen. Aber es gilt für mich abzuwägen. Und da erscheint mir eine kontinuierliche Wirtschaftsentwicklung vorteilhafter als Stagnation, denn das bedeutet gleichzeitig Rückschritt. Und welche familiäre, soziale und damit auch gesundheitliche Belastungen verbunden sind muss ich hier wohl nicht erläutern.
Pharisäerhaft und völlig inkonsequent ist auch, dass die Kommunen der Region ( auch Nauheim ) gerne die Mittel der Fraport in Anspruch nehmen ( Regionalpark-Projekt ) .
Deshalb sind für mich alle Klagen und Proteste von Kommunen gegen den Ausbau halbherzig und teilweise völlig verlogen. Beruhigungsplacebos für das Volk. Hinter vorgehaltener Hand erzählen die gleichen Leute etwas anderes, ja sie erhoffen sich vom Fraport eine Stärkung der Steuereinnahmen. Vermute ich jedenfalls. Will sagen bin ziemlicher sicher.
Aber wie soll man solche Leute wählen?
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879b)
Anzeige / Angebote schrieb am 09.September 2010:
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878)
M. Mueller schrieb am 14.August 2010 um 08:00 Uhr:
Betreff: Flugbelastung
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E-Mail: trash@muellers-welt.com
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Lieber Massimo,
Als Erweiterungsbefürworter verkennst Du hier aber etwas. Die Laermkarten gehen tatsächlich von einer Intensivierung der Flugbelastung aus, korrekt. Allerdings beruht die Mehrbelastung, die JETZT auf Nauheim und Königstädten zu kommt im wesentlichen gar nicht auf einer höheren Flugfrequenz, die alleine dadurch erreicht wird, dass ALLE Abflugrouten bei Westbetrieb über diese beiden Gebiete geführt werden. Die Routenänderung ist alleine dem Ausbau selbst geschuldet und hat zunächst überhaupt nichts mit einer Mehrauslastung zu tun.
Das die Fraport heute schon um Billigfluganbieter wirbt, sollte jedem Zeichen genug sein, dass der Ausbau aus Kapazitätsgrunden zumindestens fraglich bleibt.
Gruß,
Marco.
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877)
Msassimo Consittadino aus Weltbürger schrieb am 14.August 2010 um 00:35 Uhr:
Betreff: ohmannoooh
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E-Mail: massimo.concittadino@gmx.de
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Da staune ich doch aber.
Es gibt Lärmentwicklungskarten bis zum Jahr 2020. Diese Erkenntnisse müssen ja auf irgendwelchen fundierten Annahmen beruhen. Lärmentwicklung, also wohl doch überwiegend verursacht durch Verkehrsentwicklung basiert doch auch auf wirtschaftlicher Entwicklung.
Die Ausbaugegner haben aber gegen den Ausbau vor kurzem damit argumentiert, dass der Flugverkehr aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung rückläufig sein wird. Zumindest stagnieren wird, somit sei eine Landebahn Nord-West unnötig.
Ja was denn nun?
Aus meiner Sicht jedenfalls sieht das so aus, dass die wirtschaftliche Entwicklung weiter von Wachstum und somit auch von erhöhtem Verkehrsbedarf geprägt sein wird. Die negativen Entwicklungen der Jahre 2008/2009 sind weitestgehend überwunden. Selbst Skeptiker haben keine ernsthaften Zweifel mehr daran.
Umso seltsamer erscheint vor diesem Hintergrund die Naumer Entscheidung sich aus dem Planungsverband Rhein-Main auszuklinken. Mag das daran liegen, dass die Naumer Politik von mittel- und langfristigen Entwicklungsplanungen nicht hält? Ist man da orientierungslos um die zukünftige Rolle der Gemeinde in der Region zu definieren. Fast scheint es so.
Fakt ist doch:
Die Einwohnerzahl ist rückläufig ( 10.099 Einw. zum Zeitpunkt der Wahlbekanntmachung zur Bgm-Wahl )
Die Ausgewogenheit zwischen Erwerbstätigen und somit Einkommenssteuerzahlern und nicht mehr Erwerbstätigen geht verloren.
Steuerzahlendes, zukunftweisendes Gewerbe und damit verbundene Arbeitsplätze schwindet, wandert ab und wird auch nicht durch aktive Werbung ersetzt.
Der Wert als Wohngemeinde, als attraktiver Wohnstandort wird, so die Naumer Politik selber, durch Flughafenausbau gemindert. Aber nicht nur dadurch, meine ich. Da gibt es genügend hausgemachte Faktoren die Zuzugswille verschrecken könnten.
Die Bahnunterführung ist auch keine Errungenschaft der Weisheit Naumer Politik. Sie beruht auf dem Druck der Bahn, für die jede Scheinengleiche Kreuzung, sprich Bahnübergang ein Bremsklotz für den Plan das Ziel einer kürzeren Taktung des Zugverkehrs bei gleichzeitiger Geschwindigkeitserhöhung bedeutet.
Aber da sind wir schon wieder beim Thema Plan. Die Bahn hat einen Plan, die Fraport hat einen Plan. Welchen Plan hat die Naumer Politik für die nächsten 10-20 Jahre? Habe ich da was verpasst?
Der Flughafenausbau ist ja nun nicht wie ein plötzliches Unwetter über Nauheim herein gebrochen. Realistisch betrachtet war auch absehbar, dass der politisch von der Landesregierung und den Fraktionen gewollte Ausbau des Airport nicht verhindert werden kann. Da stellt sich mir die nächste Frage. Weshalb wurde kein B-Plan entwickelt um auf die zu erwartende Siedlungsbeschränkung rechtzeitig zu reagieren? Wo ist eine wahrnehmbare, lautstarke Einflussnahme und Vertretung der Naumer Interessen durch wenn und wann zu verzeichnen? Habe ich auch hier etwas verpasst?
Aber ich weiß, ich liege eh völlig daneben. Friedhofsbestuhlung, Schimmel im Sportparkgebäude, Zustand und Standort des Kewerplatz, Eichenprozessionsspinnerraupen, schlecht besuchte Grillfeste, Marktplatzflasterfarbe, unaufgeräumte Baustellen etc. sind die Naumer Aufreger.
Auch das kann man spannend finden, muss man aber nicht.
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875)
M. Mueller schrieb am 13.August 2010 um 20:59 Uhr:
Betreff: Zu 874
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E-Mail: trash@muellers-welt.com
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... Und was spricht dagegen? Bzw. Was hat das mit Nauheim zu tun?
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873)
M. Mueller schrieb am 13.August 2010 um 16:59 Uhr:
Betreff: Fluglärm
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E-Mail: trash@muellers-welt.com
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Nur mal als Hinweis, warum unsere Politik zum Thema Fluglärm bisher so verbissen schweigt:
http://www.main-spitze.de/special/flughafenausbau/ 9258459.htm
Wer aufmerksam liest erkennt, was schon in sehr naher Zeit auf uns Nauheim zukommt. Anscheinend hat man sich entweder nicht richtig eingesetzt oder wurde in der Wichtigkeit so weit hinuntergesetzt, dass die Gemeinde Nauheim zum schönsten Platz an der Flugsonne erklärt wurde.
Ein Bild von Nauheim 2020 (Prognose www.laermkarten.de):
http://www.muellers-welt.com/bilder/laerm.jpg
Leider wird dieses Szenario aber (wenn auch in leicht abgeschwächter Form) schon viel früher Realität als von manchem gehofft. Mit dem Winterflugplan 2011 werden die Flugrouten zumindest schon einmal auf dieses Niveau gebracht.
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872)
Kurt Gremm schrieb am 12.August 2010 um 19:29 Uhr:
Betreff: Gemeindeentwicklungsplan
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E-Mail: info@kurtgremm.de
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Lieber Glaubichnet,übrigens, ich bin der Kurt,
das mit dem "Gemeindeentwicklungsplan"
finde ich klasse.
Es würde mich auch interessieren
wer das will. Du, ich, "schau hin in Nauheim".
Und wer noch?
Eine Umfrage wäre klasse.
Gruß an Rainer.
Grüße
Kurt
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871)
Glaubichnet aus Vereinigtes Königreich aus Naum und Wirrwarr schrieb am 12.August 2010 um 09:28 Uhr:
Betreff: Gemeindeentwicklungspläne. Mit uns net.
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E-Mail: glaub@ich.net
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Aus dem I-Net. Da gibt es doch tatsächlich Irre die einen Plan haben.
Gemeindeentwicklungsplan 2025
Mit dem Gemeindeentwicklungsplan 2025 erarbeitet die Gemeinde Weil im Schönbuch ein Grundgerüst für die Entwicklung in den kommenden Jahrzehnten…..
…..Hierunter fallen im besonderen Fragen nach dem zukünftigen Charakter und Erscheinungsbild der Gemeinde, Art und Umfang der Siedlungsentwicklung sowie nach den Bedürfnissen und Erfordernissen einer ausgewogenen Bevölkerungsstruktur. Dabei stehen Themen wie Wohnen für Jung und Alt, die Stärkung der wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Angebote und der Erhalt des charakteristischen Ortsbildes im besonderen Blickpunkt. …
Einfach mal im goggle den Begriff „Gemeindeentwicklungsplan“ eingeben:
Schon auf der ersten Seite findet man:
„ Im August 2002 erteilte die Gemeinde Legden dem Planungsbüro plan-lokal aus Dortmund den Auftrag zur Erarbeitung eines Gemeindeentwicklungsplanes mit dem ...“
„ 13. Juli 2006 ... Gemeindeentwicklungsplan. Gemeindeentwicklungsplan 2020. Stand: 20.02.20008. Gemeindeentwicklungsplan 2020 (als pdf-Datei laden - 3,4 MB“
„28. Juni 2006 ... Mit dem Gemeindeentwicklungsplan 2025 erarbeitet die Gemeinde Weil im Schönbuch ein Der Zeitplan sieht vor, dass die Gemeindeentwicklungsplanung bis zum Sommer 2005 abgeschlossen sein soll, damit für daraus resultierende Maßnahmen noch ...Grundgerüst für die Entwicklung in den kommenden“
„Gemeindeentwicklungsplan Teil 1 (.pdf-Datei, 1.086 kb) Gemeindeentwicklungsplan Teil 2 (.pdf-Datei, 1.048 kb) Anlagen zum Gemeindeentwicklungsplan: ...“
„Gemeinde-Entwicklungs-Plan (GEP) Magstadt. 1. Phase Sammeln und Sichten aller wichtiger Daten und Informationen Arbeitsplan - Vorhandene Konzepte ...“
„Gemeindeentwicklungsplan für den Zeitraum 2008 bis 2020 ... Ziel des Gemeindeentwicklungsplanes ist, für einen längeren aber gleichzeitig noch ...“
„1996 wurde der von der KE erstellte Gemeindeentwicklungsplan beschlossen. Er war in den folgenden 10 Jahren Leitlinie für die städtebauliche Entwicklung. ...“
„Nach Abschluss der Phase der Bürgerbeteiligung liegt der "Gemeindeentwicklungsplan 2020" in der Schlussfassung vor. Diese wurde der Öffentlichkeit am 11. ... www.hemmoor.de/p/d1.asp?artikel_id=1337 - Im Cache“
Und Naum ? Braach dess net.. Merr wisse gnau wos mer mache und wolle. Sieht mer doch was Sache is... Oder ? Die Annern sind doch depp, fürn son Blan Geld auszugebbe…Da iwestiern mer libber in e old Tornhall und robbe es Feierwehrhaus ab um e neies zu bauen, Un wos nix gworrn ist robbe mer halt widder ab. Un unser Bolitiker, die lache sich von ahm Festche uffs nächst dorch. Des langt. Ehrlich abbä des glaubichnet.
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870)
Massimo Concittadino aus Weltbürger schrieb am 10.August 2010 um 09:59 Uhr:
Betreff: Fragen und Antworten zur BMG-Wahl
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E-Mail: massimo.concitadino@gmx.de
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Die Antworten aller Bürgermeisterkandidaten, die dankenswerterweise bereit waren hier auf wichtige, die Zukunft Nauheims betreffenden Fragen zu Antworten haben den gleichen Grundtenor:
In der Vergangenheit wurde völlig planlos agiert, jetzt haben wir den Salat, da gibt es nicht mehr zu korrigieren, damit muss man halt leben. Konkrete Antworten, wie man zu einer Änderung , zu einer Verbesserung der Situation gelangen könnte, Fehlanzeige. Irgendwie enttäuschend.
Für die Bewohner von „Alt- Nauheim“ könnte es das Signal sein, das Ding ist vermurkst, seht halt zu wie ihr zu recht kommt. Wir, die Politik haben zwar die Situation herbeigeführt, haben aber keine Lösung, kein Konzept.
Hinweise darauf, andere Kommunen hätten ähnliche Probleme sind als Lösungsansatz wenig hilfreich. Auch sei angemerkt, ja andere haben gleichartige Probleme. Die wurden aber planvoll und Zielgerichtet angegangen. Anderen Orts wurden Ortskerne saniert, zu lebendigen Schmuckkästchen gestaltet, zu Orten die man gerne aufsucht. Mit entsprechendem Willen und ausreichender Kreativität, natürlich auch Mitteln, geht da schon was.
Mir persönlich erscheinen die Antworten von Herrn Klink am plausibelsten. Er hat schonungslos und treffend die Situation analysiert.
Hinweise eines anderen Kandidaten, die Politik könne nur Rahmenbedingungen schaffen sind zwar ebenfalls zutreffend, aber wo sind die Rahmenbedingungen, die planerischen Ansätze und Vorgaben? Ausschließlich die Förderung von Sportvereinen als Kern kommunaler Politik zu sehen erscheint nicht ausreichend. Wo bleibt die Politik für diejenigen, die nicht in Vereinen organisiert sind und das auch nicht wollen.
Es fehlen mir auch Antworten darauf, wie die Überalterung der Gemeinde gestoppt, wie junge Familie veranlasst werden können in Nauheim zu siedeln. Mit der Schließung und Reduzierung von Kinder- und Jugendeinrichtungen bei gleichzeitiger Komforterhöhung in Einrichtungen für Trauerfälle ist das sicherlich nicht zu erreichen. Das reißt keinen Dynamiker vom Hocker.
Unter Gewerbe ist doch nicht nur Einzelhandel zu verstehen. Diesen Blick kann ich nun überhaupt nicht teilen. Es gibt genügend Branchen und Gewerbebetriebe in den modernen, zukunftsfähigen Bereichen Dienstleistung, im Tertiären Bereich, EDV, Logistik die äußerst umweltverträglich dauerhaft qualifizierte Arbeitsplätze und Gewerbeeinnahmen bieten können. Das Rhein- Main- Gebiet als eines der größten und prosperierenden Wirtschaftsräume in Europa bietet so viele Chancen, die in Nauheim scheinbar noch nicht so richtig von allen wahrgenommen werden.
Rücksichtnahmen der Politik auf die vermeintlichen Wählerstimmen der betagteren Bevölkerung erscheint verständlich, verhindert aber einen Prozess zur Erneuerung und Zukunftsfähigkeit. Mit Beschaulichkeit und dem Beklagen, was in der Vergangenheit schief gelaufen ist kommt man nicht weiter, wird keine Verbesserung erzielt. Aber vielleicht will man das ja auch gar nicht. Auch o.k. Dann soll man das aber auch sagen.
Es fehlt in meine Augen eine schonungslose Analyse, dann das Konzept wie und was zu verändern gilt und der kraftvolle Wille diese als dringend notwendig erkannten Veränderungen auch durchzusetzen, sich nicht mit dem Gegebenen als unabänderliches Schicksal abzufinden. Das wäre Resignation und könnte auf Sicht die Eigenständigkeit Nauheims gefährden.
Herr Klink scheint mir mit seinen Antworten zukunftsorientiertesten.
Anm. d. Red.: N-O erinnert daran, dass im X-Buch ergänzende Fragen an die Kandidaten gestellt werden können - ebenso können Kandidaten auf Anregungen, Bedenken, Bemerkungen etc. eingehen, um ihre Position zu bekräftigen.
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