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Gemeindevertretung

Dieser unwürdige Abgang wäre vermeidbar gewesen

Dieser Abgang wäre vermeidbar gewesen

 

Das war unwürdig. Die Mehrheit der Gemeindevertreter hat in ihrer ersten Sitzung nach der Kommunalwahl wenig Gespür bewiesen und Hans Joachim Brugger einfach abserviert.

Vorbemerkung: Nein, Nauheim-Online ist nicht der Fan-Club des früheren Beigeordneten (vgl. Bericht in der Rubrik SUBJEKTIV). Wohl nur zufällig doppeln sich die Ereignisse: Bruggers 75. Geburtstag, der hier gewürdigt wurde und der parlamentarische Auftakt der neuen Legislaturperiode.

Brugger trat zur Kommunalwahl nicht mehr an. Er verzichtete auf Mitwirkungsmöglichkeiten und politischen Einfluss. Er ging ohne großes Brimborium. Hat er auch nicht nötig.

Ein Amt wollte er gerne fortführen, nicht aus Machtbesessenheit, sondern weil er sein profundes Wissen weiterhin dem Gemeinwohl zur Verfügung stellen wollte – als Vertreter der Gemeinde in der Verbandsversammlung des Wasserverbands Schwarzbachgebiet Ried.

Wow, Verbandsversammlung des Wasserverbands Schwarzbachgebiet Ried.
Das ist echt der Hammer-Posten !!!

Jetzt wird eine Freidemokratin die Gemeinde dort repräsentieren. Mit Verlaub: Bruggers Erfahrung und Wissen über viele Jahre kann sie nicht mitbringen. Aber die Mehrheit wählte sie.

Erklärung?
Es gibt vordergründig keinen erkennbaren Grund, warum speziell eine Person abgestraft werden sollte. Es geht wohl nicht um Hans Joachim Brugger, wenngleich der stärksten Fraktion (SPD) mehr Fingerspitzengefühl zu wünschen gewesen wäre.

So stellt sich aber die Frage, warum gleich in der ersten Sitzung bei allen vorherigen Beteuerungen einer guten Zusammenarbeit diese Machtdemonstration passieren musste.

Jetzt gab es die „blutige Nase“, die zuvor vom SPD-Vorsitzenden neben den „zerrissenen Hosen“ angemahnt wurde. Zu erwarten ist eine öffentliche Erklärung der SPD-Fraktion, weshalb das so kommen musste.

Von Rainer Beutel, exklusiv für Nauheim-Online