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Leserbrief

VdK kämpft für Schwache - "Überdimensionaler Anbau statt Aufzug" im Rathaus

In Nauheim gibt es viele gehbehinderte Menschen.

 

Zum Kommentar auf Nauheim-Online mit der Überschrift
Hängepartie geht weiter: Für Ältere und Gehbehinderte gibt es bislang nur eine Notlösung“ hat uns ein Leserbrief von Brigitte Breckheimer erreicht, den wir im original Wortlaut veröffentlichen.

 

Erstmalig habe ich am 20. Okt. 2009 einen Brief an den Gemeindevorstand und an alle Fraktionen in Nauheim bezüglich eines Aufzugs bei der Rathaussanierung geschrieben.

Dazu hatte ich Unterlagen mit Bildern zu dem Aufzug des Groß-Gerauer Rathauses weitergegeben. Mit Anwendung eines Index hätte diese Variante zum damaligen Zeitpunkt ca. 41.000 Euro gekostet. Dem Bauamtsleiter Herrn Renkert und seinen Mitarbeitern wurden umfangreiche Unterlagen zum barrierefreien Bauen übergeben.

Für viel Geld wurde ein überdimensionaler Anbau errichtet – bis heute ohne Aufzug!

In diesem Jahr steht das Thema Barrierefreiheit beim VdK ganz oben auf der Tagesordnung.

Barrierefreiheit ist eine Grundvoraussetzung für Chancengleichheit und Teilhabe in unserer Gesellschaft – es ist ein Recht, dass Menschen mit Behinderungen nicht diskriminiert werden.

Wenn ein Behinderter in den Keller abgeschoben wird, oder vor dem Eingang abgefertigt wird - das ist entwürdigend, das ist diskriminierend!

Über 1097 schwerbehinderte Menschen in Nauheim
Wir haben in Nauheim zusammen über 1097 schwerbehinderte Menschen, die einen Antrag beim Versorgungsamt gestellt haben. Davon sind 381 Personen mit Merkzeichen G (gehbehindert) und 84 mit aG (außergewöhnlich gehbehindert), 82 mit H (hilflos) und drei mit B (blind).

Lars Nitschke (Grüne) findet, dass man sich das Geld für den Fahrstuhl sparen könnte. Hallo Herr Nitschke, ich wünsche Ihnen, dass sie oder Mitglieder in ihrer Familie niemals behindert werden. Aber vielleicht können sie sich mal in die Situation von Behinderten versetzen!!!!!!

Es gibt ein Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen- eine UN Konvention. Auch Hessen und seine Kommunen haben sich dazu bekannt.

VdK kämpft für die Schwachen
Wir vom Sozialverband VdK kämpfen für die Schwachen, denn die haben meistens nicht mehr die Kraft dazu. Ein Land und eine Kommune, die mehrheitlich christlich geprägt ist, sollte in der Lage sein diesen Menschen ihre Würde zu belassen - indem man sie nicht in dem Keller oder auf der Straße abfertigt.

Im Übrigen sind auch Mütter mit Kinderwagen, ältere Menschen, Sportler mit Krücken etc. betroffen.

Mit freundlichen Grüßen,
Brigitte Breckheimer - Vorsitzende Sozialverband VdK Ortsverband Nauheim“.

 

 

Von Brigitte Breckheimer, exklusiv für Nauheim-Online