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Bürgermeisterwahl

Richtig gewählt, aber falsche Entscheidungen zuvor

Grund zur Freude für alle Ü3

 

Es gibt immer wieder Kommentare von Medienmachern, die enden mit einem weichgespülten Hinweis nach dem Motto: Man wird sehen, was daraus wird. Im Fall dieser Bürgermeister-Direktwahl gibt es von Nauheim-Online, wie gewohnt, klare Kante:

Nauheim hat richtig gewählt!
Es ist gut, dass Jan Fischer weitere sechs Jahre Zeit hat, Nauheim zu gestalten. Er hat diese Chance verdient. Wenn es etwas zu verbessern gibt, müssen alle ran. Auch die Meckerer.

In den vergangenen fast sechs Jahren hat er bewiesen, dass er das kann. Alle, die jetzt aufheulen, sei nochmals gesagt, auch wenn es ihnen nicht in ihre monokausale Argumentationskette passt: Nicht er, sondern die Mehrheit in der Gemeindevertretung hat den Beschluss für eine hohe Grundsteuer mit 960 Punkten gefasst.

Anders ausgedrückt: Es wäre das falsche Signal gewesen, Fischer dafür einen Denkzettel zu verpassen. Einige haben es versucht, überwiegend motiviert in Facebook.

Fischers Hauptverdienst ist, Nauheim wieder auf Kurs gebracht zu haben. In erster Linie kann er sich (mit Unterstützung parlamentarischer Mehrheiten) auf die Fahnen schreiben: Mehrere ausgeglichene Haushalte hintereinander, Abbau der Schulden, finanzielle Handlungsfähigkeit.

Was öffentlich zu wenig gewürdigt wurde: Unter seiner Führung hat sich die Gemeinde wieder emotional beruhigt. Aus einer aufgewühlten, polarisierten Kommune ist ein Ort geworden, der aus den Schlagzeilen gelangte.

Gar nicht mehr erschreckend ist die geringe Wahlbeteiligung. Nur meckern geht eben nicht. Wer einen Standpunkt vertritt, sollte auch das demokratische Instrument einer Wahl nutzen, diesen durch seine Stimmabgabe zu vertreten. Nur maulen und stören, liken und teilen? Reicht nicht.

Unter all jenen, die gar nicht erst den Urnengang antraten oder sich für Briefwahl entschieden, dürften auch reihenweise Sozialdemokraten und Grüne gewesen sein. Diese Parteien müssen sich jetzt fragen, ob es richtig war, darauf zu verzichten, eigene Kandidaten zu stellen.

Auch hier eine klare Meinung: Es war falsch.

 

 

Von Rainer Beutel, exklusiv kommentiert für Nauheim-Online